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| Stellungnahme der RUDERMAGAZIN-Redaktion... |
... zur Veröffentlichung des DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel am 3. Januar 2010 auf rudern.de:
Es ist das gute Recht eines Vorsitzenden des Deutschen Ruderverbandes, sich in kritischen Fragen vor seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu stellen und entsprechende Positionen zu beziehen. Dabei jedoch die redaktionelle Arbeit der Zeitschrift RUDERMAGAZIN (RM) und ihres Chefredakteurs zu diskreditieren, ist nicht tolerierbar. Siegfried Kaidel übersieht offenbar wissentlich oder unwissentlich einige Tatsachen.
Alle Angaben im Editorial der Dezember-Ausgabe des RUDERMAGAZIN sind langfristig von der Redaktion recherchiert und durch persönliche Gespräche nachgeprüft und belegt worden. Auch wurden Zusammenhänge vor Abfassung des Beitrags durch unabhängige Quellen überprüft und bestätigt. Nach der Veröffentlichung am 4. Dezember 2009 gingen in der Redaktion zahlreiche ausnahmslos zustimmende Äußerungen aus weiten Kreisen der DRV-Mitgliedschaft ein, was als Bestätigung der Existenz des im Beitrag enthaltenen Meinungsbildes zu werten ist.
Eine Stellungnahme von Herrn Renko Schmidt oder eines von ihm beauftragten Dritten liegt der Redaktion bis heute (4. Januar 2010) nicht vor. Der Redaktion ging auch keine Aufforderung zu einer Gegendarstellung oder zur Unterlassung von Veröffentlichungen zu. Ebenfalls wurde das Angebot der RM-Redaktion vom 15. Dezember 2009 an die DRM GmbH, deren Geschäftsführer Renko Schmidt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war, zu einer Darstellung der Sachverhalte aus ihrer Sicht bisher nicht angenommen. Insofern muss die RM-Redaktion bis heute davon ausgehen, dass die im Editorial vom Dezember dargestellten Sachverhalte bis zum lückenlosen Beweis des Gegenteils zutreffend sind.
Siegfried Kaidel bemängelt, dass die RM-Redaktion vor der Veröffentlichung nicht ein Gespräch mit Renko Schmidt gesucht habe. Dazu ist festzustellen, dass die kritische Haltung der Redaktion zu den offensichtlichen Interessenskonflikten des stv. Vorsitzenden bereits seit Mitte des Jahres 2009 durch Veröffentlichungen und Gespräche - u.a. mit Siegfried Kaidel selbst - allgemein bekannt ist. Der Redakteur hat Herrn Renko Schmidt persönlich sowohl während der Junioren-WM in Brive (Frankreich) als auch während der WM in Poznan (Polen) das Angebot zu einem Gespräch über diese Punkte gemacht. Beide Angebote ließ Renko Schmidt bis heute ungenutzt, stattdessen äußerte er sich nur allgemein in einer Veröffentlichung im DRV-Verbandsorgan im Oktober 2009. Auch bei anderen Begegnungen, zuletzt am 27. November 2009 in Dortmund und am 4./5. Dezember 2009 in Düsseldorf haben die Herren Kaidel und Schmidt selbst keine Anstalten gemacht, gegenüber dem Redakteur die lange bekannten kritischen Punkte zu klären, obwohl dazu ausreichend Gelegenheit gegeben war.
Die Aufgabe des kritischen und unabhängigen Journalismus ist zudem nicht die Bereinigung strittiger Fragen durch vorab geführte Gespräche oder "glattgebügelte" Medien-Beiträge, sondern die Kommentierung bestehender Tatsachen und Veröffentlichung von Sachverhalten oder Meinungen, die von der Redaktion recherchiert oder ihr zugetragen wurden. Dies gilt unabhängig von der unserem Sport eigenen "Streitkultur" auch für die Sportart Rudern und den sich ihr widmenden Medien. Darin weiß sich die Redaktion des RUDERMAGAZIN mit dem Ehrenkodex des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS), dessen Mitglied der RM-Chefredakteur ist, völlig im Einklang.
Da Teile des DRV-Vorstandes nachweislich versuchen, DRV-Gremien-Mitgliedern die Mitarbeit im RUDERMAGAZIN zu untersagen und damit innerhalb des Verbandes unzulässig Einfluss auf die im Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verbriefte Meinungs- und Pressefreiheit nehmen, sieht die RUDERMAGAZIN-Redaktion der von Siegfried Kaidel angekündigten weiteren Behandlung des Sachverhaltes durch DRV-Gremien mit Interesse entgegen.
Arno Boes, Chefredakteur DAS RUDERMAGAZIN
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